Die Junge Union Main-Kinzig (JU) freut sich über den Vorschlag des Bundesgesundheitsministers Jens Spahn (CDU), eine sogenannte Widerspruchslösung in der Organspende einzuführen. Die JU macht sich bereits seit einiger Zeit für die Organspende stark und hofft, dass durch den Vorstoß frischer Wind in die Debatte kommt.

„Leider sterben täglich immer noch drei Menschen in Deutschland, weil für sie kein passendes Spenderorgan gefunden werden kann. Derzeit sind nur 36 Prozent der Deutschen selbst Inhaber eines Organspendeausweises, obwohl über 80 Prozent der Organspende positiv gegenüberstehen“, erklärt der JU-Kreisvorsitzende Pascal Reddig. Dies liege auch an der derzeitigen Regelung, dass man sich für die Organspende positiv registrieren lassen müsse, so Reddig weiter.
Hieran knüpft der Vorschlag von Spahn an: Die Widerspruchslösung kehrt das derzeitige System in einen Regel-Ausnahme-Mechanismus um, wonach jeder als potentieller Organspender registriert wird, der nicht aktiv widerspricht.

Die Junge Union hält dies für einen großen Schritt in die richtige Richtung, forderte zuletzt aber eine sogenannte Entscheidungspflicht: „Beim nächsten fälligen Behördengang muss sich nach unserem Vorschlag der Bürger entscheiden, ob er Organspender sein möchte oder nicht. Eine automatische Registrierung findet dagegen nicht statt. Anders als bei der Widerspruchslösung wird dadurch dem Selbstbestimmungsrecht des potentiellen Organspenders noch besser Rechnung getragen“, meint Reddig.
„Beide Vorschläge haben gemeinsam, dass sie im Ergebnis zu mehr Organspendern führen sollen. Von daher sind wir Herrn Spahn sehr dankbar, dass er das Thema aufgegriffen hat. Wir hoffen, dass dadurch neuer Schwung in die Debatte kommt und wir den Menschen, die auf ein Spenderorgan warten, endlich besser helfen können“, erklärt Reddig abschließend.

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