Junge Union: „Verhalten der Grünen ist peinlich“

CDU-Nachwuchs kritisiert jüngste Appelle der Grünen zur Fortsetzung der Kreiskoalition
Als „traurig und peinlich“ bezeichnet die Junge Union (JU) Main-Kinzig die jüngste Forderung der Grünen-Kreistagsfraktion an die FDP, auf Kreisebene nun doch noch gemeinsam in eine Koalition mit Sozialdemokraten und Freien Wählern einzusteigen.

Grund für die erneuten Avancen zum aktuellen Zeitpunkt sei einzig und allein ein unsympathisches Kleben an der Macht und der Versuch, den Vielfach-Kandidaten Matthias Zach doch noch einmal in das Amt des Kreisbeigeordneten zu wählen, bevor seine Amtszeit im Herbst dieses Jahres auslaufe.
„Die meilenweiten inhaltlichen Differenzen sind für die Grünen dabei anscheinend überbrückbar, sofern es dem eigenen Machterhalt dient“, so der JU-Kreisvorsitzende Pascal Reddig. Anders sei der verzweifelte Appell, die FDP müsse für eine erfolgreiche Politik im Kreis lediglich „über ihren Schatten springen“ nicht zu verstehen. Gemeint sei damit wohl das Überbordwerfen der eigenen Überzeugungen.

„Die letzten verzweifelten Versuche, doch noch einmal für die nächsten Jahre im Kreishaus zu sitzen, zeigen, dass es den Grünen spätestens seit der vergangenen Kommunalwahl nicht mehr um eine erfolgreiche Politik, sondern einzig und allein um den eigenen Machterhalt gehe“, so die Junge Union weiter.

Zach selbst beispielsweise habe die FDP kürzlich noch für ihre Haltungen in Sachen Windkraft und Kreisumlage stark kritisiert. Auch sonst habe die Grüne-Kreistagsfraktion in den vergangenen Jahren im Kreistag selten das Gefühl vermittelt, die FDP könnte ein potenzieller Koalitionspartner sein.
Dem Ziel, die eigene Macht auf den letzten Metern doch noch irgendwie zu sichern, werde seitens der Grünen aber scheinbar alles untergeordnet.

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